Die National Geographic Society

Wie alles anfing ...

Ein kalter Januartag des Jahres 1888 sollte für die Geographie nachhaltig Bedeutung erlangen. Im Washingtoner Cosmos Club saßen 33 Herren vor dem fackelnden Kaminfeuer und beschlossen, "das geographische Wissen zu mehren und zu verbreiten" - es war die Geburtsstunde der National Geographic Society.

Welche Bedeutung diese gemeinnützige Gesellschaft einmal für die Menschheit haben würde, konnten die Gründungsväter damals nicht ahnen.

Zu den berühmtesten Aushängeschildern dieser Society zählt der amerikanische Archäologe Hiram Bingham, der 1911 unter der Schirmherrschaft der National Geographic Society und der Yale-Universität mit Hilfe eines Indianerjungen die längst vergessene Inka-Stadt Machu Picchu (Südamerika, Peru) entdeckte.

Der Marsch zum Nordpol sowie der Flug zum Südpol, der Aufstieg mit einem Ballon bis in die Stratosphäre (20-50 km) aber auch die Fahrt im Tauchboot in die Tiefsee können als einige bahnbrechende Projekte angesehen werden. An der Entdeckung der 1912 gesunkenen Titanic waren die Geographen im Jahre 1985 ebenso beteiligt.

Während in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das vorrangige Ziel lautete, weiße Flecken auf der Landkarte auszumerzen, rückte im Verlauf zunehmend der Schutz von Natur und Umwelt in den Mittelpunkt der Förderung.

Der Ökologe J. M. Fay erforschte mit der Unterstützung von zwölf Einheimischen zur Jahrtausendwende auf einem 3200 km langen Expeditionsweg den tropischen Regenwald der afrikanischen Staaten Kongo und Gabun. Vor dem Hintergrund seiner umfassenden Kartierungen der Lage vor Ort, die aufzeigten, dass rund 90 Prozent des Urwaldes von Holzabbau bedroht seien, gelang es ihm, die Regierung von Gabun zu motivieren, 13 neue Nationalparks zu gründen.

Alleine im Jahr 2005 vergab die Society über 250 Forschungsstipendien an Wissenschaftler in aller Welt.

Gilbert Melville Grosvenor, der 14. Präsident der Gesellschaft, rief 1985 den Wissenswettbewerb National Geographic Bee ins Leben.

Seit 2000 wird National Geographic Wissen jährlich mit Unterstützung der National Geographic Society in Deutschland durchgeführt. 2006 beteiligten sich an allen deutschen Schulen insgesamt rund 250 000 12- bis 16-jährige Schülerinnen und Schüler.

Das Gabrieli-Gymnasium nahm im Jahr 2007 erstmalig daran teil.