Geschichtswettbewerb

8f auf Spurensuche

Von September 2012 bis Februar 2013 nahmen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8f im Rahmen des Unterrichts am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten der Körber-Stiftung zum Thema „Vertraute Fremde - Nachbarn in der Geschichte" teil. Es handelt sich dabei um den größten historischen Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland mit dem Ziel, das Interesse der Kinder und Jugendlichen für die eigene Geschichte zu wecken, sie zum selbständigen Arbeiten anzuregen und ihr Verantwortungsbewusstsein zu stärken.
Nachdem der Klasse der Wettbewerb vorgestellt worden war, einigten sich die Schülerinnen und Schüler sehr schnell auf ein Thema: die Integration von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen in Eichstätt und Umgebung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Auf Grundlage von Gesprächen mit Zeitzeugen, Recherchen im Archiv des Bistums Eichstätt, im Staatsarchiv Nürnberg sowie in der Universitätsbibliothek Eichstätt, in der alte Ausgaben des Donaukuriers bzw. des Eichstätter Kuriers aufbewahrt werden, sowie des Durchlesens relevanter Aufsätze und Bücher entstand mit der Zeit eine ca. 80-seitige Wettbewerbsarbeit. Fragen, welche die Schülerinnen und Schüler dabei beschäftigten, waren u.a.: Woher kamen die Flüchtlinge bzw. Vertriebenen? Unter welchen Umständen mussten sie ihre Heimat verlassen? Wie sind sie in Eichstätt und Umgebung aufgenommen worden? Wie gestaltete sich das Zusammenleben mit der einheimischen Bevölkerung? Was bedeutete es, als „Fremde" unter Einheimischen zu leben?
Neben der Untersuchung der Nachkriegsjahre warfen die Schülerinnen und Schüler auch einen Blick auf die aktuelle Lage von Flüchtlingen.
Ende August werden die Wettbewerbsergebnisse offiziell bekanntgegeben. Vorweg ist schon einmal zu sagen: auch wenn sie sehr viel (Frei-)Zeit in Anspruch nahm und nebenbei noch das normale Unterrichtspensum bewältigt werden musste, hat die Arbeit allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht. An dieser Stelle nochmals ein herzlicher Dank an alle, die das Projekt unterstützt und zu dessen Gelingen beigetragen haben.

T. Luy


Im Folgenden einige Stimmen der Schülerinnen und Schüler zum Wettbewerb:

„Bei dem Projekt habe ich gelernt wie schwer (für manche leicht) es für die Heimatvertriebenen war, sich bei uns einzuleben. Ich habe auch gelernt, wie man Texte gut zusammenfassen kann und wie viel Spaß es machen kann, sich mit solchen Themen zu befassen. Spannend war auch die Arbeit mit den Zeitzeugen, da diese viele Informationen über damalige Verhältnisse liefern konnten, und es viel informativer war als sich die Informationen aus den Archiven zu besorgen. Am besten habe ich das Arbeiten mit Klassenkameraden gefunden, da dies viel lustiger war als das Arbeiten allein zu Hause."

„Eigentlich hat mir das komplette Projekt unglaublich viel Spaß gemacht und ich würde jeder Zeit noch mal mitmachen. Besonders interessant fand ich es zu erfahren wie man aus so vielen kleinen Teilarbeiten eine große Arbeit erstellen konnte. Ich habe gelernt, wie man zitiert und wie man im Archiv arbeitet. Sehr spannend fand ich auch, die Situation der Flüchtlinge früher selbst erkunden zu dürfen und nicht wie in der Schule einfach nur davon erzählt zu bekommen."

„Im Projekt habe ich vor allem gelernt wie man es schaffen kann, einen so großen Haufen an verschiedensten Aufgaben (Interviews, Archiv etc.) gemeinsam zu bewältigen. Die ganze Planung des Projektes, die einzelnen Schritte, bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem alles zusammenkommt, hat mir sehr imponiert. Auch wenn es am Ende stressig wurde, so hatten wir doch immer Zeit um unsere Aufgaben sorgfältig zu erfüllen und genau deshalb ist am Ende eine Runde Arbeit herausgekommen. Hier war gute Teamarbeit und ein strikter Zeitplan natürlich erforderlich. Aber auch am Thema selbst habe ich vieles gelernt. Zum Beispiel wie die Gemeinschaft es schaffen kann, dass Neulinge, die sich anfangs unwohl fühlen, vollständig integriert werden."